Wolfgang Falckenberg wurde in eine auĂŸergewöhnliche Familie hineingeboren. Sein Vater Otto Falckenberg war einer der bedeutenden Theaterintendanten und Regisseure des frĂ¼hen 20. Jahrhunderts, seine Mutter Gerda Falckenberg eine kĂ¼nstlerisch gebildete, eigenständige Persönlichkeit.


Wolfgangs Leben verlief jedoch abseits der öffentlichen BĂ¼hnen. Schon frĂ¼h zeigte sich, dass er nicht den gesellschaftlichen Normen seiner Zeit entsprach. In einer Epoche, in der psychische Erkrankungen und Behinderungen vor allem verwaltet und institutionalisiert wurden, fĂ¼hrte sein Weg durch zahlreiche Heime, Kliniken und Betreuungseinrichtungen.


Trotz dieser BrĂ¼che blieb Wolfgang Falckenberg ein sensibler, feinfĂ¼hliger Mensch mit einer eigenen inneren Welt. Seine Geschichte ist geprägt von Fremdbestimmung, aber auch von Nähe, familiärer Verbundenheit und dem beständigen BemĂ¼hen seiner Eltern, ihm WĂ¼rde und Schutz zu bewahren.


Die Auseinandersetzung mit seinem Leben ist kein Blick zurĂ¼ck im Sinne einer Anklage. Sie ist ein Appell, aus der Vergangenheit zu lernen und den Menschen in den Mittelpunkt zu stellen.